Veganuary – wie gesund sind vegane Ersatzprodukte wirklich?
Der Veganuary lädt viele Menschen dazu ein, im Jänner vermehrt oder ausschließlich pflanzlich zu essen. Dabei greifen viele auf vegane Ersatzprodukte zurück – doch sind diese automatisch gesund? Die Antwort ist differenziert.
Nicht alle veganen Ersatzprodukte sind per se gesundheitsfördernd, allerdings sind sie auch nicht grundsätzlich negativ zu bewerten. Entscheidend ist ihre Art und Verarbeitung. Pflanzliche Milchalternativen, pflanzliches Joghurt oder Tofu bestehen häufig aus wenigen, natürlichen Zutaten und können eine sinnvolle Ergänzung im Speiseplan sein. Demgegenüber sind viele vegane Fleisch-, Wurst- oder Käseersatzprodukte stark verarbeitet und enthalten oft größere Mengen an Zucker, Salz, ungünstigen Fetten sowie diversen Zusatzstoffen.
Diese Problematik betrifft jedoch nicht ausschließlich vegane Produkte – auch stark verarbeitete tierische Lebensmittel weisen ähnliche Eigenschaften auf. Es geht also weniger darum, ob ein Produkt pflanzlich ist, sondern vielmehr wie stark es verarbeitet wurde und welche Zusatz-, Geschmacks- oder Farbstoffe enthalten sind. Ein Blick auf die Zutatenliste lohnt sich daher immer. Als einfache Faustregel gilt: Je kürzer die Zutatenliste, desto besser.
Fazit:
Die Menge macht das Gift. In einer ausgewogenen, vollwertigen Ernährung, die überwiegend auf natürlichen und möglichst unverarbeiteten Lebensmitteln basiert, können vegane Ersatzprodukte – gerade im Rahmen des Veganuary – eine sinnvolle Ergänzung sein. Wer jedoch hauptsächlich auf stark verarbeitete vegane Alternativen setzt, riskiert langfristig eine unausgewogene Ernährung.
Für weitere Fragen oder eine individuelle Beratung steht Ihnen unser Diätologie-Team sehr gerne zur Verfügung.
Ihr Team der PVE Wien West
