Thymian – bewährte Hilfe bei den ersten Erkältungen

Die Tage werden kühler und in der Ordination begegnen uns wieder häufiger Schnupfen, Halskratzen und Husten. Viele dieser Beschwerden werden durch Viren verursacht und klingen von selbst wieder ab. Zur Linderung kann auch eine traditionelle Heilpflanze beitragen: der Echte Thymian.

Mehr als nur ein Küchengewürz

Thymian – botanisch Thymus vulgaris – stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Sein kräftiger Duft und sein würziger Geschmack entstehen durch die in den Blättern enthaltenen ätherischen Öle. Zu ihren wichtigsten Bestandteilen zählen Thymol und Carvacrol.

In der Küche ist Thymian besonders als Gewürz für mediterrane Gerichte bekannt. Bereits seit Jahrhunderten wird die Pflanze aber auch bei Beschwerden der Atemwege eingesetzt.

Thymian bei Erkältungshusten

Thymian wird traditionell bei erkältungsbedingtem Husten verwendet, insbesondere wenn sich zäher Schleim gebildet hat. Er kann das Abhusten unterstützen und dadurch helfen, die Atemwege von Sekret zu befreien.

Auch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) erkennt die traditionelle Anwendung von Thymianpräparaten bei produktivem Husten im Rahmen einer Erkältung an. Dabei ist wichtig: Die Bewertung beruht vor allem auf der langjährigen medizinischen Verwendung. Thymian kann Beschwerden lindern, beseitigt aber nicht die Ursache einer Erkältung.

Erhältlich ist Thymian unter anderem als Tee sowie in Form von Säften, Tropfen oder Tabletten. Häufig wird er auch mit anderen Heilpflanzen wie Primelwurzel oder Efeu kombiniert.

Thymiantee einfach zubereiten

Für eine Tasse Tee werden etwa ein bis zwei Teelöffel getrocknetes Thymiankraut mit heißem Wasser übergossen. Den Tee zugedeckt ungefähr zehn Minuten ziehen lassen und anschließend abseihen. Das Abdecken ist wichtig, damit möglichst wenig vom ätherischen Öl entweicht.

Der warme Tee kann mehrmals über den Tag verteilt getrunken werden. Ein Teelöffel Honig kann den Geschmack abrunden und einen gereizten Hals zusätzlich beruhigen. Für Kinder unter einem Jahr ist Honig allerdings nicht geeignet.

Nicht für alle uneingeschränkt geeignet

Bei einer bekannten Allergie gegen Thymian oder andere Lippenblütler sollte auf entsprechende Präparate verzichtet werden. Gelegentlich können Magenbeschwerden auftreten. Bei Kindern richtet sich die Anwendung nach dem jeweiligen Präparat und der Altersangabe in der Packungsbeilage. Hoch konzentriertes ätherisches Thymianöl sollte nicht unverdünnt eingenommen oder auf die Haut aufgetragen werden.

Halten die Beschwerden länger als eine Woche an, werden sie deutlich stärker oder treten hohes Fieber, Atemnot, Schmerzen im Brustkorb oder eine ausgeprägte Verschlechterung des Allgemeinzustands auf, sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen.

Thymian

Thymian ist nicht nur ein aromatisches Küchengewürz, sondern auch eine bewährte traditionelle Heilpflanze. Gerade bei den ersten Erkältungen und bei Husten mit Schleimbildung kann er eine wohltuende Ergänzung sein – als warmer Tee oder in Form eines geeigneten pflanzlichen Arzneimittels.

Bleiben Sie gesund! Ihr Team der PVE Wien West